12.07.2016

Fünf Tipps für einen erfolgreichen Schulbesuch im Ausland

Wo ein Lächeln mehr sagt als tausend Worte

Köln. Es ist wieder so weit: Rund zwanzigtausend deutsche Schülerinnen und Schüler verlassen im Juli und August die Heimat, um für drei bis zwölf Monate im Ausland die Schulbank zu drücken. Jugendliche, die sich für einen solchen Aufenthalt entscheiden, sollten sich umfassend über die Sitten und Gebräuche ihres Gastlandes informieren. Tasja Frenzel, Leiterin Internationale Schulprogramme bei den Carl Duisberg Centren, gibt interkulturelle Verhaltenstipps für einen guten Start:

1. Lächeln und höflich sein
Der erste Eindruck zählt. Für ihn gibt es keine zweite Chance. Daher ist es wichtig zu wissen, dass etwa Amerikaner auf Offenheit und positive Ausstrahlung besonders gro-ßen Wert legen. Lächeln strahlt immer etwas Positives aus. Es ist nicht schwer und vereinfacht das Leben in den USA ungemein.

2. Verhalten der Anderen beobachten
Andere Länder, andere Sitten. Um Fettnäpfchen zu vermeiden, hilft es oftmals das Verhalten der Anderen zu beobachten. So ist der in Deutschland verbreitete Handschlag in den USA unüblich. Amerikaner dagegen haben zur Begrüßung und Verabschiedung gerne Körperkontakt. Jeder gibt jedem ‚hugs and kisses’. Das schafft Nähe und vermittelt ein Gefühl der Zugehörigkeit.

3. Interesse zeigen
Wer aufgeschlossen und neugierig ist, baut schnell Beziehungen auf. Neuseeländer zum Beispiel sind sehr offen und freundlich. Aber es ist auch wichtig, selber auf die Leute zuzugehen. Dann können richtige Freundschaften entstehen. Gut eignet sich dazu Sport – einfach mitmachen, auch wenn man kein Profi ist, und Spaß haben.

4. Die Kultur respektieren
Alle Kulturen haben ihre eigenen Regeln und Gebräuche. Das sollte man respektieren, auch wenn sie einem vielleicht seltsam oder fremdartig erscheinen. Wichtig ist auch, sich nicht über die andere Kultur lustig zu machen. In Neuseeland wird man in den Schulen häufig mit dem traditionellen ‚Haka’ begrüßt, einem Kriegstanz der Maori. Über diese Tradition zu spotten, ist für viele sehr verletzend. Man soll offen sein und Interesse zeigen - auch wir haben für die ‚Kiwis’ seltsame Angewohnheiten und Bräuche.

5. Ein guter Botschafter Deutschlands sein
Ein Schuljahr im Ausland ist nicht zu vergleichen mit einer Pauschalreise. Die Jugendlichen sollten ihren Aufenthalt aktiv mitgestalten, Freude daran haben, Neues zu entdecken und sich als Botschafter Deutschlands verstehen. Erfahrungsgemäß zeigen Mitschüler und Gastfamilie großes Interesse an der Person. Nutzt diese Gelegenheit, etwas über Sitten und Bräuche der Heimat zu erzählen.

Während eines High School Aufenthaltes in einem anderen Land lernen die jungen Menschen ganz unbekannte Seiten an sich kennen. Sie schließen neue Freundschaften, probieren neue Sportarten aus und meistern unbekannte Situationen selbstständig. „Eine Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede vor der Abreise ist für einen erfolgreichen Aufenthalt sehr wichtig, auch wenn manche Hinweise einigen Schülern auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen. Die Erfahrung zeigt, dass sie den Jugendlichen erst anhand von praktischen Beispielen richtig bewusst werden“, sagt Tasja Frenzel. „Wenn sich Schüler für einen Auslandsaufenthalt entscheiden, sollte zudem auf jeden Fall ein länderspezifisches Vorbereitungsseminar Teil des Austauschprogramms sein“, so Frenzel weiter. Dort werden die Jugendlichen umfangreich über die Kultur des Ziellandes und das jeweilige Schulsystem informiert. Außerdem erhalten sie Tipps zum Alltags- und Familienleben.

Weitere Informationen: Carl Duisberg Centren, Internationale Schulprogramme, Tasja Frenzel, Hansaring 49-51, 50670 Köln, Tel. 0221/16 26 245, E-Mail:  tasja.frenzelpixel@pixelcdc.de, www.carl-duisberg-schueleraustausch.de.


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