







Großbritannien - Exeter Schülersprachreisen
Julia muss lächeln, wenn sie an ihre Sprachreise nach Exeter denkt
Wenn ich an meine Sprachreise nach Exeter zurück denke, muss ich lächeln. Es war eine wunderschöne Zeit mit vielen interessanten Leuten aus allen möglichen Ländern. Ich habe viele neue Freunde gewonnen aus Holland, Spanien, Frankreich, Tschechien, der Schweiz und Österreich. Es war wirklich sehr international dort. Selbst jemanden aus Uruguay habe ich getroffen!
Die Anreise verlief glatt. Obwohl ich ziemliche Bedenken hatte, mich auf dem Heathrow Airport zurecht zu finden, habe ich dort keine Schwierigkeiten gehabt. Wir hatten Montag bis Freitags jeweils 3 Stunden Unterricht am Tag, dienstags und donnerstags noch zusätzlich 1 1/2 Std. Nachmittagsunterricht. Der Unterricht bestand im wesentlichen aus Reden über bestimmte Themen, die der Lehrer vorgibt. Einmal haben wir auch eine Kritik zu einem Film, Buch oder Album geschrieben, oder wir haben uns einen Film angeschaut, zu dem wir Fragen beantworten sollten. Ich habe viele neue Vokabeln gelernt.
Sehr praktisch war die Nähe zum Stadtzentrum. So konnte man in der Pause locker shoppen gehen oder sich was zu essen kaufen. Nachmittags hatten wir dann mal Sport oder einen Halbtagesausflug z. B. zum Strand nach Exmouth. 2x die Woche hatten wir auch einen Ganztagesausflug nach z. B. Bristol, Cardiff oder Tintagel. Wenn man mindestens 3 Wochen bleibt, kann man einen Ausflug nach London mitmachen, der aber nur oberflächlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abdeckt. Er ist nur zu empfehlen, wenn man noch nie in London war und einen groben Überblick bekommen möchte. Abends hatten wir 2x die Woche Programm: Jeden Donnerstag gab es Disco und Dienstag abends abwechselnd Karaoke und Bowling.
Meine Gastfamilie war ganz ok. Zum Glück war meine Gastmutter eine grandiose Köchin, so dass mir McDonald erspart blieb. Ich habe recht weit weg von der Schule gewohnt und deshalb ein Busticket gestellt bekommen, was sehr praktisch war. Leider wusste meine Gastmutter nicht wie die Haltestelle hieß, an der ich aussteigen muss, um nach Hause zu kommen. Und so war ich am ersten Tag etwas nervös, aber zum Glück konnte mir eine andere Frau helfen. Das ist wirklich sehr komisch mit den Namen der Haltestellen: Sie scheinen welche zu haben, nur kennen sie die wenigsten und man merkt sich einfach die Umgebung, an der man raus muss.
Exeter an sich ist eine schöne Kleinstadt mit ungefähr 100.000 Einwohnern. Der Vorteil ist, dass alles sehr übersichtlich und nah beisammen liegt. Die Kathedrale (oder genauer den Platz um die Kathedrale) muss man gesehen haben. Ebenso den Quay mit seinen kleinen Cafés. Die Stadt ist sehr sicher. Man sieht oft Polizisten streife gehen abends und Raufereien werden schnell gelöst. Ich habe mich immer sicher gefühlt, selbst abends. Exeter ist eine Stadt mit Charme und vielen schönen Plätzen, die darauf warten, entdeckt zu werden!
Diejenigen, die sich überlegen eine Sprachreise mit CDC zu buchen, kann ich nur empfehlen es zu tun. CDC ist sehr kompetent, sehr gut organisiert und hat immer ein offenes Ohr für Fragen. Die Vorbereitung war sehr gut. Jedoch sollte man bedenken, dass CDC eine Vermittlungsagentur ist und mit dem Programm vor Ort nichts zu tun hat. D.h. man muss sich an die Schule dort wenden, wenn man etwas regeln möchte, weil CDC kaum Einfluss auf den Unterricht oder das Freizeitprogramm hat.
Mir persönlich hat die Sprachreise viel gebracht. Da mein Englisch vor der Reise schon auf einem recht hohem Niveau war, habe ich kaum Grammatik gelernt. Ich habe eher neues Vokabular gelernt und Englisch geübt, indem ich es gesprochen habe. Spontanes Antworten in Englisch fällt mir jetzt viel leichter und ich beherrsche die Zeiten und den Satzbau besser durch das viele Sprechen. Das liegt wohl daran, dass ich kaum mit deutschsprachigen Schülern zusammen war. In meinen ersten zwei Wochen habe ich durchgehend Englisch gesprochen und schon nach ca. 1 Woche angefangen auf Englisch zu denken. Nun halte ich Kontakt zu all meinen internationalen Freunden via Facebook und werde mich immer mit einem Lächeln an Exeter erinnern.











