







Großbritannien - Ilfracombe Schülersprachreisen
Johannes Mohren (15 J.) hat die Gastfamilie und die internationale Atmosphäre an der Sprachschule genossen
Vom 23. Juni bis zum 5. Juli habe ich zwei Sprachkurs-Wochen in Ilfracombe, einem kleinen, bildhübschen englischen Küstenstädtchen verbracht. Meine Gastfamilie, die auch selber zwei kleinere Kinder im Alter von acht bzw. zehn Jahren hat, war sehr nett und die Gasteltern waren sehr bemüht um mich und die drei anderen Gastschüler (aus Frankreich, Tschechien, Polen (und später dann Spanien). Das Essen war sehr gut, auch wenn die englischen Essgewohnheiten mir anfangs etwas Sorge bereiteten.
Insgesamt waren wir ca. 200 Jugendliche, deren Mehrheit aus Spanien, Frankreich, Tschechien und Italien stammte mit kleineren Gruppen z. B. aus Deutschland und Schweden. Die Schul-zeiten waren von 9:30-12:35 Uhr sowie von 13:55-17:00 Uhr. Abhängig von den unter-schiedlichen gewählten Programme, der Stundenzahl sowie der Zugehörigkeit zu einer der drei Gruppen (Set A (über 15/16 Jahre); Set B (13-15 Jahre) und Set C (Young learners)) wurden dann in einer der beiden Tageshälften Ausflüge gemacht bzw. die gewählten Aktivitäten (z.B. Golf, Fußball, Tennis, Modern Dance, Sightseeing) unternommen. Pro Woche gab es einen Tagesausflug, an dem alle Schüler unabhängig von ihrem Programm teilnahmen. Während meines Aufenthalts führte dieser Ausflug einmal zum Wandern durch das benachbarte Exmoor Naturschutzgebiet und das andere Mal nach Plymouth, eine größere Hafenstadt. In Plymouth machten wir eine Hafenrundfahrt und bekamen anschließend Zeit zum Erkunden der Stadt, während im Exmoor (meinem Lieblingsausflug) Wandern über die Klippen, Fußballspielen und die Besuche der hübschen Fischerstädtchen Lynton und Lynmouth auf dem Plan standen.
Die Unterrichtsstunden waren größtenteils interessant und lehrreich. Es wurde ausschließlich Englisch gesprochen und wir behandelten Themen wie englische Zeitung, wir schrieben unsere eigene Soap Opera oder diskutierten über die englische Politik. Auch Spiele kamen zur Auflockerung des Unterrichts nicht zu kurz, schließlich war es auch Urlaub! An den Abenden während der Woche wurde immer etwas angeboten, an dem man freiwillig teilnehmen konnte. Die Angebote reichten von Disco bis Bootsausflug und Spielabend bis Fuß-&Volleyballnacht. Hier muss man insgesamt sagen, dass sich die zahlreichen „Activity Leaders“ wirklich um das Wohl und den Spaß der Gastschüler kümmerten.
In der Freizeit konnte man alles unternehmen: Es war möglich mit öffentlichen Bussen sowohl eine benachbarte größere Stadt namens Barnstaple zu besuchen und dort Einkaufen zu gehen als auch zu einem nahe gelegenen Sandstrand zum Schwimmen zu fahren. Auch Ilfracombe selber bot zahlreiche Möglichkeiten, z. B. habe ich mit einem tschechischen Freund Klippen-wanderungen zu idyllisch in den Felsen der Steilküste gelegenen Schwimmplätzen gemacht. Jedoch konnte man sich auch einfach auf einen der grasbewachsenen Hügel in Ilfracombe setzen und beim Meeresrauschen lesen oder sich mit Freunden unterhalten.
Besonders schön an meinem Englandaufenthalt fand ich, dass wirklich sowohl in der Gastfamilie als auch während des Unterrichts ausschließlich Englisch gesprochen wurde. Es gab nicht wie im Englischunterricht in der Schule die Möglichkeit sich, wenn einem die Worte fehlen, auf Deutsch zu verständigen, sondern durch die Internationalität war man gezwungen nach einem englischen Ausdruck zu suchen. Ich habe es genossen zu sehen, dass Englisch einem die Möglichkeit gibt mit Schülern aus ganz Europa zu kommunizieren, ein verbindendes Element zwischen allen darstellt.
Johannes Mohren, 15 J.
Kontakt: johannes.mohren
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