







Kanada - Squamish Schülersprachreisen
Sharon (17 J.) nahm im Sommer 2010 drei Wochen am internationalen Sprachcamp in Squamish teil. Squamish liegt ca. eine Autostunde nördlich von Vancouver an der Strecke nach Whistler. Dies sind Auszüge aus ihrem Erlebnisbericht:
(M)eine wunderbare Sprachreise nach Squamish
Der Campus in Squamish war schön, mit modernen Gebäuden und ringsherum lauter Berge mit großen Wäldern. Das erste, was meine Zimmernachbarin Marion nach der Begrüßung tat, war mir ihre blauen Flecken zu präsentieren, und mir klar zu machen, dass es nicht lange dauern würde bis ich genauso aussehe. „Na toll!“ dachte ich mir und bangte um meine Beine...
Ich lernte schnell die anderen Leute im Camp kennen. Alle begrüßten mich wirklich freundlich – ich war ziemlich erleichtert! In der Cafeteria holte ich mir mein sehr amerikanisches Frühstück: Kartoffeln (ziemlich kleine, knusprige Würfel, die ich erst für Cornflakes hielt) mit Eiern und Speck. Ich setzte mich mit anderen Teilnehmern an den Tisch und kam sofort mit ihnen ins Gespräch – natürlich auf Englisch.
Auf einem Zettel kreuzten wir immer an, was wir in der Woche an Aktivitäten machen wollten. Ich wählte in der ersten Woche Hockey, Gitarre und Mountainbiking. Gitarre hat viel Spaß gemacht. Wir bekamen sie sogar aufs Zimmer mit. So konnten wir abends alle noch zusammen sitzen und gemeinsam Gitarre spielen! Bevor wir schlafen gingen, saßen wir alle auf dem Boden zusammen und unterhielten uns. Ich fand, das war das immer schönste an dem ganzen Tag, denn so konnte man die anderen noch besser kennenlernen.
Mountainbiken war gut und wurde immer anspruchsvoller. Einmal fuhren wir eine scharfe Kurve, die bergab ging, und als ich den steilen Abhang neben mir bemerkte, geriet ich in Panik und drückte auf die falsche Bremse... Melinda, unsere Betreuerin, reparierte dann mein Rad und weiter ging es. Ich befürchtete schon, was gleich passieren würde, daher ließ ich alle vor mir fahren. Ich fuhr diesen Weg voller Äste, Wurzeln, Felsen und sonstigem Geröll entlang. Es klappte erstaunlich gut - bis ich von meinen Pedalen abrutschte und mein Lenker umschlug. Ich fuhr also rein in den Wald, machtlos etwas zu tun und hörte von irgendwoher ein lautes, langgezogenes: „Noooooo!“ Drei freundliche Bäume stellten sich mir dann endlich in den Weg. Ich weiß nicht wie ich das angestellt habe, aber ich hatte hinterher sogar blaue Flecken auf meinem Bauch! Am nächsten Tag entschied ich mich dann erstmal gegen Mountainbiken.
Ein richtig oranger, typisch amerikanischer Schulbus brachte uns nach Vancouver. Vancouver ist toll! Auf der einen Seite hat man riesengroße, moderne Gebäude und Shopping Malls, aber sobald man sich umdreht, sieht man das Meer! Und dazu kommt noch der große, grüne Stanley Park!
Auf dem Heimweg stoppte der Bus plötzlich abrupt. Da sind tatsächlich 2 Bären über die Straße spaziert! Das fand ich echt toll! Zu Hause warteten dann schon die an diesem Tag neu angekommenen Teilnehmer auf uns. In meinem Zimmer traf ich auf Pascale und Francine aus Frankreich. Ich begrüßte sie kurz, bevor ich schnell unter die Dusche sprang. Ich dachte mir: „So, Sharon, jetzt legst du einen super ersten Eindruck hin!“, zog mir mein neues lila Kleid an (das meine blauen Flecken und sonstigen Kratzer an den Beinen offenbarte). Francine machte mir ein tolles Kompliment für mein Kleid, was mich sehr freute: „I love your dress! I really like the colour... it fits to the colours of your legs!“
An diesem Abend trafen wir uns alle im Zimmer der Chicos aus Mexiko. Dies wurde wieder einer von den ganz tollen Abenden: Einfach dort zu sitzen, mit den Leuten, die man echt gerne hat, und einfach die Zeit gemeinsam mit Quatschen zu verbringen.
Bei einem weiteren Ausflug nach Vancouver liehen wir uns Fahrräder und Inliner. Ich wählte natürlich Inliner und wir fuhren am Meer vorbei durch den Stanley Park. Schließlich kamen wir an einem kleinen Strand an. Wir standen da und genossen das kalte Wasser, bis einer sagte, er wolle so gerne ins Meer springen! „Ich auch“ dachte ich mir und sagte dann: „Ich mach‘s, wenn du‘s machst!“ „Ich mach es wenn du‘s machst!“ kam zurück. Und schon flogen wir allesamt mit Klamotten ins Meer hinein! Das war einfach umwerfend toll! Pitschnass kamen wir dann aus dem Meer raus, alles tropfte, und als wir weiterfuhren, lief die ganze Zeit das Wasser von meiner Hose in die Skates!
Diese Reise hat meinem Englisch sehr viel weitergeholfen! Doch viel wichtiger finde ich die guten Erfahrungen, die ich damit machte, und die tollen Menschen, die ich dadurch kennenlernte! Ich würde nichts mehr gegen diese wunderschöne Erfahrung eintauschen!












