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Eine der Koppeln gleich vor der Haustür
Der Klassenraum erinnert irgendwie an einen Pferdestall
Louise mit ihrer neuen Freundin
Auch irische Kinder reiten im Sligo Reitcenter

Irland - Sligo Schülersprachreisen

Louise Leitsch (13 J.)  verbrachte Ihre erlebnisreiche Sprachreise auf einem Reiterhof

„Hello girls, how are you?“ So wurden wir jeden Morgen um kurz nach 9 Uhr von Declan McGarry, dem Besitzer des Sligo Riding Centers, wo ich meine Osterferien verbracht habe, begrüßt.

Es war meine erste Sprachreise und ich war sehr aufgeregt. Das fremde Land, die fremden Leute und die fremde Sprache! Meine Sorgen waren aber ganz unberechtigt, denn meine Gastfamilie hat sich wirklich toll um mich gekümmert, immer mit mir geredet, mir Sachen erklärt und war sehr hilfsbereit. Sogar das Essen war ganz gut. Die Iren allgemein waren gastfreundlich und relaxt.

Am Anfang war es für uns gestresste Deutsche allerdings recht schwer sich einzuleben, weil die Iren alles auf die leichte Schulter genommen haben. Mir geht z. B. ein Pferd durch und der einzige Kommentar ist: Relaaaax! Man kann sich in Irland richtig gut entspannen und hat eigentlich immer gute Laune, weil die prächtige Stimmung der Iren einfach ansteckend ist. Ein Beispiel: Wir reiten auf der Straße (Bürgersteige gibt es da nicht), alle Leute grüßen, fahren langsamer, winken und Bauarbeiter stellen sogar die Maschinen ab, damit die Ponys sich nicht erschrecken. Das war für mich sehr ungewohnt.

Auch der Reit- und der Englischunterricht verliefen sehr locker, was nicht heißt, dass sie nicht gut waren. Geritten wurde meist von 10 bis 15:30 Uhr auf sehr gut ausgebildeten Ponys. Man muss bei dem Reiten dort auf jeden Fall beachten, dass die Iren so etwas wie „Abteilung“ oder „Dressur“ nicht kennen. Sie reiten von Anfang an Springen und im Gelände und sitzen auch nicht so steif im Sattel, wie wir es von zuhause gewohnt waren. Der Springunterricht wurde immer vormittags abgehalten und dauerte immer ungefähr 1 ½ Stunden. Danach ritten wir ins Gelände. Entweder an den Strand, in den Wald oder durch die Berge. Die Ausritte waren das Schönste an der ganzen Reise, denn die Landschaft ist einfach berauschend. Man galoppiert gemeinsam mit einem wilden Pony durchs Meer oder zockelt gemütlich durh den Wald, egal, wie und wo, es ist einfach toll!

Meine letzte Woche war toll, da ich mich dann schon eingelebt hatte. Das einzige was man vielleicht gegebenenfalls wissen sollte ist, dass man auf so einer Reise alles andere macht, nur nicht abnehmen.

Nach dem Reiten aßen wir immer unser Lunchpaket (Apfel, Schokoriegel, Sandwiches, Chips, Orangen und Wasser) und hatten dann Englischunterricht. Da ich im Frühjahr da war, saßen wir nur zu fünft im Klassenzimmer. Unsere Lehrerin Sharon hat uns erzählt, dass im Hochsommer bis zu 90 Schülerinnen und Schüler kommen. Sharon hat einen sehr abwechslungsreichen Unterricht gemachtm außerdem hat sie uns oft ein Eis ausgegeben. Das irische Eis ist übrigens köstlich.

Um 18 oder 19 Uhr wurden wir wieder nach Hause gebracht und aßen mit unserer Gastfamilie zu Abend. Fast jeden Tag wurden wir dann um 21 Uhr wieder abgeholt und gingen zusammen ins Kino oder schauten uns einen Film im Reitcenter an. Leider konnten wir nicht viel Zeit mit unseren Familien verbringen, da wir den ganzen Tag im Reitcenter verbracht haben und an den freien Tagen, immer samstags, nach Sligo Town zum Shoppen gefahren sind.

Mir hat es auf jeden Fall richtig gut gefallen. Allerdings sollte man schon recht gut reiten und Englisch sprechen können, sonst hat man nicht so viel Spaß, weil man die ganzen Befehle beim Reiten nicht versteht und sich umsonst mit den zwar guten, aber teilweise störrischen Ponys abmüht. Für Pferdebegeisterte lohnt es sich aber wirklich sehr. Wie man so schön sagt: Irland – das Land des Pferdes.

Kontakt: L.leitschpixel@pixelweb.de

 

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